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Die katholische Kirche in Kosova
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Prifti
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BeitragVerfasst am: 24.01.2007, 20:05    Titel: Die katholische Kirche in Kosova Antworten mit Zitat

Die katholische Kirche

Jesus Christus spricht: Ein neues Gebot gebe ich euch, dass ihr euch untereinander liebt, wie ich euch geliebt habe. (Joh. 13,34)

Kosova gehört zum Bistum Prizren. Trotz der jahrhundertelangen Dominanz des Islam hatte der Katholizismus immer eine große kulturelle Bedeutung. Damit ist auch zu erklären, dass die Rolle der katholischen Kirche in letzter Zeit erheblich gewachsen ist.
Es gibt in Kosova etwa 100.000 bekennende Mitglieder, davon in Prishtina 20.000. Größere katholische Gemeinden gibt es in Prizren (Diözese), in Janjevë, Letnicë (Wallfahrtsort in Südkosova), Gjakovë, Peja und Mitrovica.
Die Bevölkerung des Gebiets kam sehr früh mit der christlichen Lehre in Berührung. Die Anfänge des Christentums datiert man auf die Zeit des Apostel Paulus, auch wenn in der Bibel nicht ausdrücklich Ortsnamen erwähnt werden. Man beruft sich auf die Nähe zbd due außerordentlich guten Beziehungen der Region zur Stadt Thessaloniki, der man durch die Anschlußwege der berühmten Via Egnatia eng verbunden war. Ebenso soll - der Legende nach - der Apostel Paulus in Durrës gepredigt haben. In einem Brief an die Römer (Römer XV, 18 und 19) schreibt er:

"Denn ich wollte nicht wagen von etwas zu reden, das Christus nicht durch mich gewirkt hat, um die Heiden zum Gehorsam zu bringen durch Wort und Werk, durch Kraft der Zeichen und Wunder und durch Kraft des Geistes, so dass ich von Jerusalem an und umher bis Illyrien das Evangelium voll ausgerichtet habe"

Bereits in der ersten Hälfte des 2. Jahrhunderts muss es kleine christliche Gemeinden gegeben habenm wovon einige Märtyrerlegenden berichten. So sollen die Zwillinge Florus und Laurus auch in Ulpiana den christlichen Glauben verbreitet und heidnische Götzenbilder zerstört haben. Auf dem Konzil von 325 hat ein Dacus Dardaniae als Metropolit die Konzildokumente unterschrieben, was auf eine organisierte kirchliche Struktur in diesem Gebiet hinweist.

Von dem Konflikt zwischen Papst Virgilius und Kaiser Justianus war die Region unmittelbar betroffen, da sich die dardanischen Bischöfe dem Kasier widersetzten und den Papst unterstützten. Es drohten religiösen Unruhen, die durch die starke Truppenpräsenz des Kaiserheeres bei Ulpiana, einem ehemaligen Bischofssitz, beruhigt wurden. Aus dieser Zeit stammen die Fundamente der Kirche in Lipjan.
Seit der Teilung des Imperium Romanum in ein Weströmisches und Oströmisches Reich (395 n.Chr.) lag Kosova direkt an der Trennungslinie zwischen Rom und Byzanz, so dass Einflüsse beider Seiten hier immer eine Rolle spielten.

Nach der Eroberung durch die Türken begann der langsame Prozess der Islamisierung, besonders der albanischen Bevölkerung, da sie nicht über Privilegien wie die Ragusaner oder Sachsen verfügten. Häufig hatte es materielle Hintergründe, dass ein Mitglied der Famile - meist das Familienobehaupt - zum Islam übertrat. Das geschah oft nur formell den Behörden gegenüber und durch Annahme eines muslimischen Vornamens. Dadurch waren die Bedingungen zum Beispiel für Landkauf, geringere Steuern (Nicht-Muslime hatten eine Kopfsteuer zu zahlen) sowie beruflichen Möglichkeiten erfüllt. Die Posten in Verwaltung und Armee wurden im osmanischen Reich unabhängig von der Volkszugehörigkeit vergeben, so dass auch einige Albaner in hohe Positionen aufrücken konnten. Der Rest der Famile blieb katholisch und besuchte oft besuchte das nunmehr muslimische Familienoberhaupt weiterhin den christlichen Gottesdienst, heiratete kirchlich und ließ seine Kinder taufen. So kam es zum Kryptochristentum, das besonders in den abgelegeneren Gebieten außerhalb der türkischen Verwaltungszentren sehr verbreitet war.

Der Prozess der Islamierung schritt aber auch wegen des Mangels an Geistlichen, ihrer häufig auftretenden Unfähigkeit und folgender Orientierungslosikeit der Gläubigen, voran. Der aus Kosova stammende Erzbischof Pjeter Bogdani in Shkup/Skopje verfasste deshalb das"Cuneus Prophetarum de Christo Salvatore mundi et eius evangelica veritate". Es wurde 1685 in Padua in italienischer und albanischer Sprache gedruckt und sollte den Priestern eine Hilfe im Kampf gegen den Islam sein und die Menschen von den Vorzügen der christlichen Religion überzeugen.
Ein weiterer Punkt des zahlenmäßigen Rückgangs der Katholiken war die gefürchtete Knabenlese: Kinder christlicher Eltern wurden in dei Türkei verschleppt, streng islamisch erzogen und als Janitscharen zur Kerntruppe des osmanischen Heeres.
Auf Grund der jüngsten Entwicklung und des erneuten Aufblühens der katholischen Kirche könnte ihr bei der Gestaltung der zukunft Kosovas eine erhebliche Rolle zukommen.
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Prifti
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BeitragVerfasst am: 24.01.2007, 20:08    Titel: Antworten mit Zitat

Prishtinë


Pejë


Bishtazhin
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BeitragVerfasst am: 24.01.2007, 20:10    Titel: Antworten mit Zitat

Kirche in der die erste albanische Schule eröffnet wurde


Gjakovë




Zuletzt bearbeitet von Prifti am 24.01.2007, 20:21, insgesamt einmal bearbeitet
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BeitragVerfasst am: 24.01.2007, 20:17    Titel: Antworten mit Zitat

Im Westen des Landes


Klinë


Zllakuqan (Gemeinde Klina)


Poterq (Gemeinde Klina)
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BeitragVerfasst am: 24.01.2007, 20:22    Titel: Antworten mit Zitat

Mark Sopi, geboren am 26. Februar 1938 in Binçe (Gemeinde Viti) war ein römisch-katholischer Bischof und Apostolischer Administrator Kosovas (Prizren).

Sopi wurde 1968 zum Priester geweiht und war als Seelsorger in Prizren tätig. 1996 wurde er zum Apostolischen Administrator von Skopje-Prizren (Mazedonien) und Titularbischof von Celerina ernannt. Die Bischofsweihe zum Titularbischof von Celerina fand 1996 durch Papst Johannes Paul II. statt. 2000 folgte die Umbenennung der Administratur in Apostolische Administratur von Prizren.
Er unterhielt enge Kontakte mit dem Limburger Bischof Franz Kamphaus und dem Wiener Kardinal Christoph Schönborn.
Bischof Sopi erlag im 68. Lebensjahr einem Herzinfarkt. Er wurde am 14. Januar 2006 in seinem Geburtsort in Binça, in der Gemeinde von Viti, beerdigt.

Mark Sopi - * 26.02.1938, † 11.01.2006


Mark Sopi und Dr. Ibrahim Rugova - Dritë ju pastë shpirti


Mark Sopi und Naim Tërnava zu Besuch beim albanischen Präsidenten Alfred Moisiu


Telegramme albanischer Politiker zum Todesfall Mark Sopi's (alb.)

Videoaufzeichnungen Mark Sopi's, der sich für die Unabhängigkeit stark macht und jeglichen Vorwurf islamischen Fundamentalismus in Kosova niederschmettert. Ein wahrer Patriot, da er sich für jeden seiner Landsleute stark macht, unabhängig vom Glaubensbekenntnis.

Zu sehen sind neben Mark Sopi, Faton H. Bislimi (der Übersetzer), Don Lush Gjergji rechts daneben und im Hintergrund links Joseph DioGuardi.

(albanisch mit englischer Übersetzung)
Mark Sopi - Teil 1
Mark Sopi - Teil 2
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Prifti
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BeitragVerfasst am: 24.01.2007, 20:27    Titel: Antworten mit Zitat

Dode Gjergji, geboren am 16. Januar 1963 in der Gemeinde Viti, ist ein römisch-katholischer Bischof und Apostolischer Administrator von Prizren, Kosova.

Gjergji wurde als Sohn von Pashk und Anna Gjergji in Stubëll geboren. 1970 - 1972 besuchte er die ersten zwei Jahre seiner Grundschulzeit in Stublla. In den Jahren 1972 - 1978 besuchte Dode die Grundschule in Bibaj-Ferizaj. 1978 - 1982 besuchte er das Staatliche und Allgemeinbildende Gymnasium "Paulinium" in Supotica. In Zagreb studierte er Philosphie und Theolgie von 1982 - 1988. In Zym einem kleinen Dorf, welches zwischen Prizren und Gjakova liegt wurde Dode Gjergji durch Bischof Nikollé Prela am 15. August 1988 zum Priester geweiht. Seine erste Heilige Messe zelebrierte er in der römisch-katholischen Kirche in Ferizaj. Nach seiner Weihe zum Priester wurde er durch Bischof Prela zu seinem Sekretär ernannt. Gjergji erarbeitete liturgische Texte und arbeitete auch in dem römisch-katholischen Verlag Drita in Kosova.

Dodë Gjergji

Das Geburts- und Heimatdorf von Dodë Gjergji


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SPARTACVS
Grossmeister


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BeitragVerfasst am: 24.01.2007, 20:31    Titel: Antworten mit Zitat

Bist fleissig am schreiben. Winken
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Prifti
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BeitragVerfasst am: 24.01.2007, 22:15    Titel: Antworten mit Zitat

Klinë


Shtepia e priftit ne Poterq


Shtepia e priftit ne Zllakuqan
[/quote]


Zuletzt bearbeitet von Prifti am 09.02.2007, 22:46, insgesamt einmal bearbeitet
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Prifti
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BeitragVerfasst am: 24.01.2007, 22:16    Titel: Antworten mit Zitat

Prishtina


Diese katholische Kirche stand gegenüber dem heutigen "Grand Hotel".
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Prifti
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BeitragVerfasst am: 24.01.2007, 22:21    Titel: Antworten mit Zitat

Wallfahrtsort in Letnicë - 15. August 2006







Präsident Sejdiu


Umfangreiche Fotoalben der Pilgerfahrt nach Letnice
., 2005
., 2006
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